Montag, 15. September 2014

Brust oder Keule?

Heute  widme ich mich dem Natürlichsten auf dem Welt: dem Stillen.
Ein sehr persönliches Thema, dass mich in den letzten Wochen rund um die Uhr beschäftigt hat.


Doch fangen wir von vorn an.

Schon im Geburtsvorbereitungskurs wurden wir mit diesem Thema konfrontiert.
Meine Hebamme steht diesem Thema sehr offen gegenüber.
Sie sprach nicht nur über das Stillen, sondern auch über das Füttern mit der Flasche.
Die wichtigste Regel lautete: nur nicht zu sehr darauf versteifen!
 Das nahm ich mir auch fest vor.

Doch es kommt immer anders...

Unser Sohn kam durch einen ungewollten (aber notwendigen Kaiserschnitt) auf die Welt. Er musste durch eine Unterversorgung, auffälligen CTGs und zu wenig Fruchtwasser geholt werden.  Völlig gesund, aber untergewichtig, kam er nach der Entbindung gleich auf die NEO-ITS  in ein Wärmebett. Ich wurde wieder in den Kreißsaal, zur Beobachtung, gebracht. Bis auf die üblichen Nebenwirkungen ging es mir gut und nach zwei langen Stunden durfte ich endlich mein Kind sehen. Man legte mir unser Baby (mit zwei Schläuchen am Körper) auf die Brust...ohne Anlegen! 
Das war wohl der Anfang vom Ende des „erfolgreichen“ Stillens.
Aufgrund von Personalmangel konnte ich mein Kind an diesem Tag nicht mehr sehen.

Am nächsten Morgen wurde ich von einer Schwester gefragt, ob ich stillen möchte.
Nachdem ich bejaht hatte, schob sie mir eine Milchpumpe neben das Bett.
Ich sollte nun regelmäßig abpumpen und die Milch auf die NEO-ITS bringen.
Doch die ersten Versuche waren nicht von Erfolg gekrönt. Es kamen nur ein paar Tropfen. Nach Rücksprache mit meiner Hebamme wusste ich, dass der Milcheinschuss
nach einem Kaiserschnitt länger auf sich warten lässt.

Naja...ein richtiger Milcheinschuss kommt aber nur Zustande, wenn das Baby auch angelegt wird. Ich durfte aber unseren Sohn nicht anlegen. Die Kinderkrankenschwester erklärte mir, dass ich erst eine gewisse Menge Milch bräuchte,
 um mein Kind anlegen zu können. 
Es bräuchte beim Trinken an der Brust „ein positives Erlebnis“.
Also pumpte ich weiter ab und unser Sohn bekam weiterhin 
die Flasche mit Pre-Nahrung und etwas Muttermilch. 
Am fünften Morgen hatte ich nun endlich die erforderliche Menge
 an Muttermilch abgepumpt und durfte das erste Mal anlegen.
Es kam aber keine Milch.
Ich musste anpumpen und mit Hilfe eines Stillhütchens zeigten sich erste Erfolge.
Vor und nach dem Stillen wurde gewogen und die „fehlende“ Milch zu gefüttert.

Nach zwei Wochen konnten wir dann nach Hause und dort führten wie diese Prozedur (wie geraten) fort. Alle 3-4 Stunden wiegen, anlegen, nochmals wiegen, Flasche geben und abpumpen. Zusätzlich nahm ich noch unterschiedliche "Hilfsmittel"
 wie z.B. Still-Tee und Bockshornkleesamen ein.
Unser Sohn nahm weiter zu, aber meine Laune nahm weiter ab.

Ich war so enttäuscht von mir. Alle Mütter konnten doch ihre Kinder stillen.
Ich besuchte eine Stillgruppe (mit Stillberaterin)
 und bekam noch ein paar Tipps/Anregungen um die Milchmenge zu steigern.
Dann fuhren wir in unseren Urlaub und die Milch wurde plötzlich weniger.
Warum? Ich weiß es bis heute nicht. Der Urlaub war wirklich erholsam für mich
 und lenkte mich von meinen Stillproblemen ab.

Nach dem Urlaub wurde es immer schlimmer,
 die gesammelte Muttermilch von einem Tag
 reichte noch nicht einmal mehr für eine Portion. 
Ich war so verzweifelt!

Der letzte Rat von einer Stillberaterin aus dem WWW: anlegen, anlegen, anlegen.
Das tat ich auch. Einen Vormittag lang. Dann gab ich auf. 
Unser Sohn weinte die ganze Zeit und lehnte plötzlich meine Brust ab. 
Er war hungrig und wirkte richtig gefrustet.
Mir kamen wieder die Tränen...ich hatte versagt.

Auch heute noch habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen.
Vor allem dann, wenn ich in Zeitschriften/Büchern, auf Verpackungen und den Gesichtern von Fremden lese: „Stillen ist das Beste für Ihr Kind“.
Das ist es auch, die Vorteile liegen ganz klar auf der Hand.

Es gibt aber nun auch Menschen die nicht stillen wollen 
bzw. können und wir möchten dafür nicht verurteilt werden. Nur ein Beispiel:
Wir  machen unseren ersten Ausflug mit Baby in ein bekanntes schwedisches Möbelhaus. Unser Sohn bekommt Hunger und ich setzte mich in den Ruhebereich mit Sofas und kleinen Tischen. Einen Augenblick später kommt eine weitere Mutti mit ihrem Baby dazu und setzt sich an einen anderen Tisch. Sie blickt mich demonstrativ an und legt ihr Kind zum Stillen an. Nach ein paar Minuten kommt noch eine Mutti. Sie schaut sich um, setzt sich zu uns an den Tisch, holt die Flasche für ihr Baby aus der Wickeltasche, lächelt mich an und grüßt uns ganz freundlich.

Heute weiß ich, dass ich mich zu sehr von anderen Meinungen beeinflussen lassen habe.
Ich habe nicht von Anfang an auf mein Bauchgefühl gehört, meine (sonst gute) Intuition ignoriert. Ich habe versucht zu stillen und darauf kann ich wirklich stolz sein.
Mein Partner und meine Mutti waren in dieser schweren Zeit immer für mich da,
 haben meine Tränen ausgehalten, mich unterstützt und motiviert. Sie stehen hinter meiner Entscheidung und das hat mir viel Kraft gegeben. Ich bin wieder ich.
Eine glückliche und ausgeglichene Mami! Davon profitiert auch unser Sohn.
Er ist gesund und sehr zufrieden. J

Dieser Post lag mir wirklich auf dem Herzen. 
Man liest/hört so viel zu diesem Thema und es hat mich wirklich beschäftigt.

Liebe (zukünftigen) Mamis lasst euch nicht unter unnötigen Druck setzten oder verunsichern. Kinder werden auch mit der Flasche groß. Wir schenken ihnen beim Füttern genauso viel Aufmerksamkeit, Liebe und Geborgenheit.
Jeder kann und muss für sich entscheiden, ob er stillen möchte oder nicht.


Montag, 8. September 2014

Make a lampshade-DIY

Auf der Suche nach einer schönen Deckenlampe
 für das Kinderzimmer kam mir eine Idee:
 Warum nicht einfach selbst eine Lampe gestalten?


Für dieses Modell benötigt man einen Lampenschirm (aus Stoff),
Stoffmalfarben-Stifte, ein Motiv eurer Wahl, Klebeband, Transparentpapier und Stift.


Zuerst wird das Motiv mit einem Stift auf das Transparentpapier
(oder weißes Backpapier) übertragen und dann auf der Innenseite des 
Lampenschirms mit Klebeband-Streifen befestigt.


Den Lampenschirm über eine/r Lichtquelle stellen/befestigen.
Das Motiv scheint leicht durch...


Nun mit einem Stoffmalstift die Linien nachzeichnen.


Im Anschluss kann man das übertragene Motiv 
mit weiteren Farben ausmalen.

Fertig!


Leider konnte ich bisher keine Stoffmalstifte finden, 
die nicht verlaufen. Schade!


Dieser Lampenschirm geht in den nächsten Tagen als kleine Überraschung
auf die Reise und ich hoffe, dass er gefallen wird.

Für die Deckenlampe im Kinderzimmer hatte ich noch eine weitere Idee.
Diese zeige ich euch in einem anderen Post. ;-)

Ich wünsche euch eine schöne Woche!


Mittwoch, 3. September 2014

Abschied vom Spätsommer

Eigentlich ist es bei uns schon sehr herbstlich.
Es wird wieder früher dunkel, 
in der Nacht fallen die Temperaturen
 und die Blätter an den Bäumen färben sich langsam bunt.


Doch in unserem Garten versteckt sich der Sommer
 noch in den Blumenbeeten.


Ein Stück vom letzten "Sommerglück" 
für die Vase im Wohnzimmer...


Wie die Zeit vergeht.
Mit einem Kind vergeht sie noch schneller.


Ich bin ja kein großer Fan von den dunklen Jahreszeiten,
aber in diesem Jahr ist alles anders.


Unser Sternchen lernt jeden Tag etwas Neues
und es ist schön, ihm dabei zu zusehen.

Dieser Herbst wird bestimmt bunter.  :-)

Mittwoch, 27. August 2014

Wir sagen "Danke"!

Für die vielen Glückwünsche, lieben Worte 
 und tollen Geschenke zur Geburt unseres Sohnes,
 sagen wir ganz herzlich DANKE. 



"Sternchen" ist nun schon 10 Wochen auf der Welt
und unser Leben hat sich komplett verändert.
Es ist fröhlicher, spannender, liebevoller aber
(natürlich) manchmal auch anstrengend.




Baby-Häschen im Puppenbett, Buch, Hase aus Holz,
Spieluhr, süßes Bild und Tagebuch von Sally und Familie 


Malte-Bo liegt gerade auf seiner Krabbeldecke,
beobachtet durch das Dachfenster den Himmel und erzählt.



Super-weiche Bodys von Rosabella 

In unserem ersten gemeinsamen Urlaub (in Dänemark)
hatte er seinen ersten großen Wachstumsschub und
sein erstes Fußbad in der Ostsee.

Vor einer Woche schenkte er mir sein erstes bewusstes Lächeln.
Das süßeste Lächeln der Welt!!!




Niedliche Söckchen und wunderschönes Kissen (alles Handmade)

Ein sehr ausgeglichenes Baby,
 mit einem schon stark ausgeprägten Charakter. 
Ein typischer Kämpfer. ;-)



Body mit "Liebe" und Mütze von Tanja und Familie 

Die tolle Decke im Hintergrund 
habe ich schon vor der Geburt von 
Sylvie geschenkt bekommen. 
Siehe hier...Klick.

Ich habe sie aber erst im Krankenhaus ausgepackt.


Das Besondere:
auf der Rückseite befindet sich ein Teil meines
Lieblings-Strickpullovers. 


Er hat mich wirklich viele Jahre lang treu begleitet,
doch leider lösten sich nach und nach die Nähte.

Ich freue mich, dass Sylvie meinen Wunsch erfüllen konnte
und daraus eine super schöne Babydecke gezaubert hat.
So kann er nun unseren Sohn noch ein paar Jahre wärmen. :-)

Ihr seid wirklich lieb!
Ich drücke euch...











Montag, 7. Juli 2014

Sterne fallen nicht vom Himmel, sie werden geboren.

So zart und doch so stark,
so klein und doch so perfekt,
viel zu früh und doch lang ersehnt.


Unser "Sternchen" Malte-Bo macht uns seit dem 16. Juni unendlich glücklich!



Wir wollen uns kennenlernen, viel kuscheln, lieb haben und...und...
Deshalb bleibt es hier in den nächsten Wochen ruhiger. ;-)